Müssen Modewörter immer gleich sterben?

Nein, aber manchen wünscht man einen schnellen Tod. Viele müssen nicht sterben, denn Sprache lebt, und wie ein lebender Organismus nimmt sie auf, was nützlich ist und stößt mit der Zeit ab, was sich als nutzlos erweist. Der Nutzen ist oft nicht sofort erkennbar und führt daher bei den Sprachnutzern zu Irritationen. Die sollten sich eigentlich relativieren, wenn man versucht, für ein griffiges Wort wie Jetlag oder Comeback oder auch Blue Jeans ein deutsches Äquivalent zu finden. Was soll man denn z.B. für ein Wort wie Babysitter im Deutschen sagen, wenn Kinderfrau, Kindermädchen (oder Kindermann?) nicht funktionieren. Und wie umständlich müsste man sich ausdrücken, wenn man den Computerfreak lieber deutsch benennen würde. Weiterlesen

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Heiße Luft um ‚Hotspots‘

Beinahe wäre ‚Hotspot‘ zum Anglizismus des Jahres 2015 gekürt worden. Aber was versteht man darunter? Das Wort geistert mit unterschiedlichen Bedeutungen und kontroversen Debatten durch unsere Medien.  Weiterlesen

Ein ‚Mocktail‘ mit Modewörtern

MocktailWenn Sie nach dem Jahreswechsel noch immer nicht wissen, was ein Mocktail*) ist, dann lesen Sie A Butler´s Guide to Entertaining, verfasst von einem echten Butler, Nicholas Clayton. Es handelt sich um ein Getränk „…for those that like the idea of a cocktail but don´t want the alcohol.“

Das Echte wird verändert, aus den verschiedensten Gründen. So ist es auch bei den hier folgenden schnelllebigen Neuschöpfungen, die meist kommerziellen Motiven folgen. Weiterlesen

Wanted: Treffende Titel für Hollywood-Filme!

Alle sind gespannt: Der neue „Star Wars“-Film kommt gerade in die deutschen Kinos. Der englische Untertitel verspricht einiges: „The Force Awakens“. Schade nur, dass deutsche Fans mit der eher spröden Variante „Das Erwachen der Macht“ leben müssen. Dabei kommt „Star Wars“ noch gut weg! Anderen Hollywood-Filmen ergeht es denkbar schlechter. Wer kam beispielsweise auf die fragwürdige Idee, den Titel der Komödie „The Night Before“ in „Die Highligen drei Könige“ zu verwandeln? Ganz zu schweigen von der denglischen Wortschöpfung. Hinter solchen Ungeheuern steckt ein grundsätzliches Problem. Wer auch immer sich deutsche Titel für Hollywood-Filme ausdenkt, hat oft wenig Sprachgefühl. Diese Ignoranz ist erstaunlich, geht es doch im Filmgeschäft um Millionen, die nicht zuletzt durch geschicktes Marketing verdient werden. Das Jahr 2015 offenbart das gesamte Spektrum – von treffenden bis zu unmöglichen Titelversuchen. Ich zeige vier typische Modelle und diskutiere was am besten geht. Weiterlesen

Was E-Health verspricht

Gerade hat der Bundestag das sogenannte E-Health-Gesetz beschlossen. Mit ‚elektronischer Gesundheit‘ lässt sich das nur unzureichend übersetzen. Also was soll man sich unter ‚E-Health‘ vorstellen? Ist das nur ein Modewort, oder steckt mehr dahinter? Weiterlesen

Vielsprachiges Englisch

Dass die englische Sprache ja selbst Sammelbecken für viele ‚intruder‘*) war und es weiterhin in verstärktem Maße ist, möchte ich mit einer kleinen Grafik veranschaulichen, die ich in einem gymnasialen Englischlehrbuch für die Klasse 9 (nicht mehr am Markt) entworfen habe. Weiterlesen

German intruding into English

The Economist (05.09.15), plunging into the niceties of German (title: „Sprechen Sie power?“), hints at its historical contradictions: „Once the language of Schiller and Goethe, then of Hitler, German is hip again“, meaning that German is also pushing its way into English. Weiterlesen